CONTENT AUDIT ERSTELLEN
TIPPS, TOOLS UND TRENDS
Praktische Marketing Unterstützung für dein Online Marketing
Was ist ein Content Audit?
Ein Content Audit beschäftigt sich mit den Bestandsinhalten einer Website. Dabei werden alle digitalen Inhalte einer Webseite erhoben, auf Nutzen, Relevanz und Wettbewerbsfähigkeit überprüft und auf ihren Nutzen bewertet. Der Content Audit ist ein wichtiger Bestandteil des Content Marketings, dessen Aufgabe es ist, digitale Website-Inhalte zu erstellen, zu überwachen und an die aktuellen Gegebenheiten im Marktgeschehen anzupassen.
Warum wird ein Content Audit gemacht?
Ein Content Audit dient dazu, einen Überblick über die Inhalte auf einer Webseite zu erlangen und mit der Unternehmens- und Kundenkommunikation abzugleichen. Darüber hinaus hilft ein Audit dabei, die eigene Kommunikation auf allen Kanälen zu verbessern, indem die Webseiten Inhalte an die aktuelle Relevanz und den sich verändernden Suchanfragen angepasst werden.
Welche Webseiten eignen sich für einen Content Audit?
Ein Content Audit kann für jede Art von Webseite durchgeführt werden. Unabhängig davon, ob wenige oder viele Inhalte vorhanden sind, die Website sich an B2B oder B2C richtet oder ob ein Shop integriert ist, oder nicht.
Den Bestand zu erheben, aufzulisten und abzugleichen lohnt sich immer bei Veränderungen in der Unternehmenskommunikation oder im allgemeinen Marktgeschehen.
Wie lange dauert ein Content Audit?
Wie viel Zeit für einen Content Audit anzusetzen ist, hängt in erster Linie vom Umfang der Website ab. Je mehr einzelne Seiten zu analysieren sind, desto mehr Zeit muss eingeplant werden. Auch die Intensität und Tiefe des Content Audits hängt davon ab, wie viel Aufwand eingeplant werden muss.
Mit welchen Tools kann ein Content Audit durchgeführt werden?
Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Anbietern, die für einen Content Audit verwendet werden können. Welches Tool das Richtige für dich ist, hängt davon ab, für welchen Anwendungsfall das Tool benötigt wird.
Diese kostenpflichten Tools bieten mit ihren Standard-Leistungspaketen einen sehr guten Gesamtüberblick für die meisten qualitativen und quantitativen Content Audits und sind diese, mit denen ich viele Jahre sehr gute Erfahrungen gemacht habe:
Diese kostenfreien Tools bieten jedem Websiteinhaber ergänzend einen Übersicht über die eigenen Leistungsdaten:
- Google Analytics
- Google Search Console
- Bing Webmaster Tools
Wie ist ein Content Audit aufgebaut?
Ein Content Audit wird in 3 Teilbereiche unterschieden:
1. Der quantitative Audit bildet die Basis des Content Audits:
Im quantitativen Audit liegt der Hauptfokus auf der Erhebung des Content-Inventars der Website.
Ziel eines quantitativen Audits ist es, eine vollständige Übersicht aller vorhandenen URLs zu erheben und mit performance- und technischen Daten abzugleichen.
Dazu wird eine datenbasierte Inventarliste aller vorhandenen URLs erstellt. Diese Liste wird mit Basis Informationen angereicht wie Titel, Description, Datum der letzten Aktualisierung, Beitragsart angereichert.
Diese Inventarliste wird ergänzt durch erhobene externe Daten wie jeweilige Seitenebene, Aufrufe (Klicks), Ladezeit, Absprungrate, Verweildauer und Impressions. Vervollständigt wird diese Liste durch die Ergänzung von technischen Details wie Wortzahl, interne/externe Verlinkungen, Statuscodes.
2. Der qualitative Audit ist die Erweitung des quantiativen Teilbereichs.
Im qualitativen Audit liegt der Hauptfokus auf der Bewertung des Content-Inventars.
Ziel eines qualitativen Audits ist es, die erhobenen Daten einzuordnen, zu bewerten und in eine Prioritätenlisten zu überführen.
Dazu wird jede erhobene URL auf bewertende Fragestellungen wie folgende überprüft:
- Ist die Absprungrate in Ordnung?
- Sind die Ranking gut?
- Ist die Verweildauer zufriedenstellend?
- Ist die Verwendung der Keywords stringent?
- Sind genügend externe/interne Verlinkungen vorhanden?
- Ist der Text umfangreich genug?
- Ist die URL technisch einwandfrei?
- Ist der Artikl SEO-konform?
- Ist der Inhalt noch relevant?
- Wie stark ist der Wettbewerb auf das Thema?
- Enspricht jeder Artikel der richtigen Suchintention?
3. Ableitenden Maßnahmen / Prioriätenliste
Die Prioritätenliste beschreibt alle ableitenden Maßnahmen, die aus dem quantitativen Audit und dem qualitativen Audit hervorgegangen sind. Dazu werden alle Bewertungen aus dem qualitativen Audit in 3 Bewertungskriterien bzw. Handlungsempfehlungen unterteilt (hoch, mittel, niedrig). Basierend auf dieser Liste, werden die zu optimierenden Aufgaben sortiert und Stück für Stück abgearbeitet.
Wie kann ein Audit aussehen?
Wenn alle Website Inhalte identifiziert wurden, konzentriert man sich in der Regel auf die Hub-Inhalte. Hero- und Hygiene-Inhalte werden zunächst ausgenommen, da sie weniger direkte Auswirkungen auf die Sichtbarkeit haben. Die einzelnen URLs werden in ein Analyse-Tool wie hier z.B. Ubersuggest überführt. Hier werden qualitative Faktoren wie Suchvolumen, Saisonalität, Wettbewerbsdruck und Suchintention erhoben.

Um einen Überblick über die gesamte Sichtbarkeit zu erhalten, eignet sich die Ansicht im Verlauf der letzten Jahre. Mit Hilfe dieser Übersicht lässt sich erkenenn, wie sich die gesamte Sichtbarkeit der Seite entwickelt hat. Häufig sind es genau diese Jahresübersichten der Gesamtsichtbarkeit, die der Grund für einen Content Audit sind – denn starke Schwankungen und negative Veränderungen können im Verlauf betrachtet werden. Oft lassen sich hier sogar bestimmte Maßnahmen oder personelle Veränderungen sehen, die den Verlauf stark beeinflusst haben.

Was wird mit den Ergebnissen eines Content Audits gemacht?
Die Ergebnisse des Audits sind der erste wichtige Schritt zum Herzstück der Content Marketing Planung:
Dem jahresübergreifenden, kanalunabhängigen Themenplan.
Wie dieser Themenplan aufgebaut ist, kannst du hier im Artikel „Content Themenplanung: Ganzjährige Planung erstellen“ nachlesen.
Anmerkung: Bei einem Content Audit standen früher ausschließlich die Inhalte und technische Details der Webseite im Fokus. Bei einem SEO-Audit standen hingegen Sichtbarkeit und Ranking im Fokus. Da die Erhebung und Bewertung aller Daten aufwendig ist, wird empfohlen, die klassischen SEO-Faktoren (wie oben beschrieben) ebenfalls zu erheben und zu überprüfen, um tiefergehende Kenntnisse über die Sichtbarkeit der Webseite, Rankings und Markenfit zur Unternehmens- und Kundenkommunikation zu erhalten und in der weiteren Planung berücksichtigen zu können.


